Einige Verbindungsbrüder haben Lieder getextet,
die auf bekannte Melodien von Kommersliedern gesungen werden:

Karlsruher Lied

Gedichtet von AH Schneider I, 1920

Das Lied wird traditionell am Ende des Kneip- und Kommersofficiums als Hymne gesungen.
Das Lied ist enthalten im Liederheft zum 130. Stiftungsfest: Download als PDF (2.454 KB).

Auf die Melodie von:
Nicht der Pflicht nur zugenügen ...

Wer mag sich jetzt beschweren

Gedichtet von AH Schneider I,
zum 50. Stiftungsfest, 1928
Die Melodie ist leider verloren gegangen.

Karlsruher Lebenslauf

Gedichtet von AH Löhn (Altherrenvorsitzender),
anläßlich des Festkommerses am 131. Stiftungsfest, 2009
Download des Textes als PDF (367 KB) .




Auf die Melodie von:
Sind wir vereint zur guten Stunde

Wo des Neckars Woge schäumet
Über Klipp' und Felsgestein,
Wo des Schlosses Zauber träumet
Droben hoch am Bergesrain,
Dort steht uns das Haus, das traute,
Das manch frohes Fest schon sah,
Das auch ich oft jauchzend schaute,
Heim der Karlsruhensia.

Unsrer Brüder altem Bunde
Ist der hohe Saal geweiht,
Und ihrer treuen Runde
Bist Du sicher und gefeit.
Nimmer wirst Du sie entbehren,
Brauchst Du Freunde, sie sind da;
Mut und Freundschaft sind die Wehren
Unsrer Karlsruhensia.

Wer geweilt am Neckarstrande
Und geschwärmt in Jugendlust,
Immer auch im schönsten Lande
Bleibt ein Sehnen seiner Brust.
Halte fest an diesem Sterne,
Sei'st Du ferne, Sei'st Du nah',
Kehre stets zurück und gerne,
Sohn der Karlsruhensia.

Neue Kraft wird Dich beseelen
Und des Trübsinns Schleier sinkt,
Wenn aus frischen Burschenkehlen
Scheffels Weise dort erklingt.
Für Alt Heidelberg, die feine,
Für Ruperto-Carola,
Mit ihr innig im Vereine,
Dir auch Karlsruhensia.

Drum erhebt den vollen Becher;
Nieder was das Herz uns engt,
In dem Trank, dem Sorgenbrecher,
Sei des Altags Last versenkt.
Donnernd schall' der Ruf der freie,
Unser wahlspruch bleibt er ja -
Blühe, wachse und gedeihe
Ewig Karlsruhensia.

Wer mag sich jetzt beschweren
Mit Grillen früh und spat,
Zu Karlsruhensias Ehren
Ist seltnes Fest genaht.
Laßt schwinden drum die Sorgen,
Genießet froh das Heut',
Was kümmert uns ein Morgen,
Das keine Rosen streut.

Allüberall sprießt Leben
Zu Duft und Sonnengold,
Noch blühen uns die Reben,
Natur grüßt rein und hold.
Heran auf starken Schwingen
Rauscht echte Daseinslust,
Und frische Quellen springen
Im Herzen unbewußt.

Der Griesgram sich ermuntert
Und Laue werden warm,
Wenn uns ein Halbjahrhundert
Vereinet Arm in Arm.
Zwar mäht Freund Hein die Reihen,
Doch schließt sie für und für!
Das Leben, es soll maien,
Und ständ' er vor der Tür.

Und bleichen auch die Haare,
Drückt selbst des Alters Last,
Wir spotten seiner Jahre
Sind wir am Neckar Gast.
Es schall' zu Schloß und Gassen
Der Brüder Feiersang,
Bis alle Stern' erblassen
Uns wird die Zeit nicht lang!

Gelobt in dieser Stunde,
Was fünfzig Jahr' bestand,
Dem alten Freundschaftsbunde
Gehöre Herz und Hand.
Den Becher jeder hebe,
Es töne hell und laut:
Alt-Heidelberg es lebe
Und Karlsruhensia traut!

Das erste Mal in der Gemeinschaft
ist mir noch vieles fremd und neu.
Schnell spüre ich beim Gerstensaft
wie ich mich dieses Lebens freu.
Die neuen lustigen Gefährten
reichen mir ihre Freundschaft dar.
|: Mein Menschsein wollen sie nicht werten,
bin Fux bei Karlsruhensia. :|

Nach ersten Prüfungen und Wahlen
als Charge bring ich gern mich ein.
Das Studium es birgt mir keine Qualen,
auch hierbei bin ich nicht allein.
Vertrautheit herrscht in unsrem Bunde.
Der Brüder Unterstützung, sie ist da.
|: Zusammen sind wir manche Stunde,
bin Bursch bei Karlsruhensia. :|

Das Schicksal hat mich fort getrieben.
Mein Leben baute ich mir auf.
Doch stets verbunden bin ich uns geblieben
in meines Alltags Last und Lauf.
Vergessen hab ich nie das wilde Leben.
Wie steil und fröhlich ich einst war.
|: Mit vollen Händen mag ich geben,
bin jung bei Karlsruhensia. :|

     

 

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Am sind vergangen seit unserer Gründung 1878.